Voller Optimismus also gingen wir am nächsten Tag los um uns potenzielle schlafplätze anzusehen.
Der erste war dann allerdings zu luxeriös und abgeschottet, also ging's weiter zur Arts Factory und man muss sagen, wir waren am Anfang echt begeistert von der Bude! So muss man sich byron vorstellen. Die Leute, das Gelände, die Bar, und und und. Alles schien echt Super bis wir dann den Campingplatz sahen.
Unendlich viele Zelte aneinandergereiht. Einige sahen aus, als stehen die dort schon seit mehreren Jahren!
Mh, also das wahre was das dann auch nicht, zumindest nicht um eine Woche dort zu campen. Es ging also weiter zu einem anderen, der auch nur 15$ pro Nacht kosten sollte. Dieser war allerdings neben einem Rugbyplatz und ziemlich weit außerhalb!
Am nächsten morgen wollten wir dann unser Glück noch auf dem letztmöglichen Campingplatz direkt am Strand versuchen. Gesagt, getan, am nächsten morgen waren wir da und zunächst Ernüchterung. 25$ die Nacht und für die nächste war auch kein Stellplatz mehr frei.
Zum glück gab es allerdings einen wochendiscount und ab der nächsten Nacht auch einen freien Stellplatz. Die Entscheidung war schnell getroffen, denn zurüxk zur Arts Factory wollten wir ja doch nicht und Leute: DIREKT am Strand! Und alles sauber und toll und ah. Ein richtiger Holidaypark! Viele Familien und Omis und Opis, aber die störten natürlich eher weniger. Nur wenn es morgens nach dem feiern ums aufstehen ging und uns das Gebrüll der kleinsten schon um 7 in den Ohren lag.. Aber Nunja, das ist wohl jammern auf höchstem Niveau. Mit dem rezeptionsmann haben wir uns auch schnell angefreundet, sodass er uns mit einem Topf aushalf (wir hatten ja weder besteck, noch Töpfe oder sonst was..ein Campingplatz ist kein Hostel). Unser Zelt wurde auch ganz bald unser süßes heim und mit der Matratze drin, war es sogar echt gemütlich. Und regendicht ist es auch!! Ein echter Glückskauf, wir Sagens euch :)
So verbrachten wir die ersten Tage und bald auch schon sollten wir Karsten und Lasse wiedertreffen, mit denen wir dann die Abende gemeinsam am Main Beach oder im Beach Hotel ausklingen lassen konnten. Auch max und Jannis folgten uns nach byron, alle wieder vereint & dann auch noch in so einem schönen Ort wie byron bay!
Am 10. ging es dann schwersten Herzens zum greyhound. Eine echt echt knappe, aber dennoch gelungene und vorallem auffällige Verabschiedung von Karsten (für dem wir uns an dieser Stelle nochmal für die Fotos bedanken, du hast's echt drauf ;)) und ab ging's.
Eine Nacht fahrt, was ist das schon?
10:30 angekommen, total verpennt und zack, wer steht vor unserem greyhound? Dennis, unser Blaubeerfreund. Leider musste er in den greyhound einsteigen, da es für ihn ab nach Melbourne ging. Was ein Zufall!
Wir machten uns dann auf den weg zu Daniel, bei dem wir die nächsten 2 Wochen verbringen sollten. Wie gesagt: sollten.
Nach 1,5km Fußweg mit unserem ganzen Gepäck standen wir dann im Innenhof, vor seinem Apartment als er rauskam und uns eröffnete, dass es doch ein kleines Problem gäbe. Er beheimatete nämlich die letzten Tage 2 andere deutsche Mädchen & diese hätten ihn gefragt, ob sie nicht länger bleiben können. Wir vermuten, dass der gute (er stand wirklich vor uns wie ein kleines Kind, dabei ist er 26!!) sich in eins der beiden hübschen deutschen mädchen verknallt hat und nun Angst hat, dass der Kontakt abbricht, wenn wir bei ihm wohnen. Also waren wir wohl heimatlos. Ein bisschen überfordert von der ganzen Situation, immerhin waren wir grad mal eine Stunde in Sydney, telefonierten wir unsere anderen couchsurfing Kontakte ab & das glück war mit uns: seb, ein 20jähriger Student, gab uns eine schnelle Zusage und so hatten wir wenigstens etwas. Wir hatten ihn übrigens aus dem Schlaf gerissen. Um 11:30... Das beschreibt ihn auch schon ziemlich gut :D wir frühstückten noch in einem echt süßen cafe und gönnten uns auf die Niederlage erstmal das teuerste Sandwich. Dann ging's zurück, wir bahnten uns den weg nach ashfield, einem Vorort und standen letztendlich gegenüber von einer alten Kirche an der Charlotte street. Ein bisschen aufgeregt waren wir schon, immerhin kannten wir die Leute, bei denen wir wohnen sollten ja garnicht und es war unsere erste couchsurfing Erfahrung. Wir wurden allerdings sehr herzlich von Seb und ben, seinem Mitbewohner empfangen und schnell war das Eis gebrochen. Ein bisschen nerdig und unabsichtlich alternativ sind die beiden schon, aber das seht ihr auch auf den Bildern. Es würde Seiten dauern die Persönlichkeiten und Seltsamkeiten, Beschäftigungen, sowie den generellen Lebensstil der wg zu beschreiben. Man muss es einfach miterleben! Ein Beispiel ist wohl der wöchentliche Ausflug am Freitagmorgen in einen Pub in Newtown zum Bingo spielen! Ja, ihr habt richtig gelesen. Auch wir waren dabei und es hat sich auf jeden fall wegen des freefoods schon gelohnt. Außerdem haben wir ein paar echt coole Läden gezeigt bekommen, in die wir uns bestimmt nächste Woche nochmal verirren werden.
Ansonsten haben wir in den letzten Tagen Sydney schon näher kennengelernt. Eine kostenlose Stadtführung und unsere eigene Entdeckung des Darling harbours haben wir schon hinter uns. Dazu muss man noch erzählen, dass wir die neuen Gesichter im Daily Telegraph sind, einer Zeitung, die in ganz nsw erscheint. Juhu :D dabei wollten wir doch nur in Ruhe mal wieder ein Radler und die schöne Stadt Sydney genießen. Es ging um eine valentinstagsumfrage... Noch besser!
Wir wollen garnicht wissen, wie viele Fotos der typi anschließlich von uns geschossen hat, aber wenn wir glück Haben und er dran denkt, werden uns bald per Mail welche zugeschickt.
Eine alltägliche Beschäftigung unsererseits ist außerdem die von Frauke schon sehr gut beschriebene Bäckerei zu besuchen & Leute, sie übertreibt nicht, wenn sie sagt, man kann sich mit den köstlichsten Leckereien vollfressen ohne nur einen Cent zu latzen! Traumschuppen.
Also solltet ihr irgendwann mal nach Sydney kommen, dieser Laden ist ein muss :)
Dann kam Valentinstag. Ein Tag der liebe, die wir uns natürlich sowieso jeden Tag schenken. Zunächst checkten wir in unser Hostel ein und stellten mit erschrecken fest, dass das garnicht mal so schön ist, wie im Internet. Schade! Unsere Mitbewohner, auch ein bisschen beschränkt und ja man kann es nicht verschweigen, einfach dämlich. Unser Zimmer - ein echtes Chaos. Zum Glück sind wir nur für 3 Nächte hier, das halten wir aus!
Nach einem kleinen powernap ging's dann auch los.. Zunächst ein romantisches candlelight Dinner bei Subway und dann ging's weiter zum Valentines-firework im Darling harbour. Dann saßen wir da also, zwischen den ganzen Pärchen und hatten trotzdem unseren Spaß. Wir hatten ja uns :)
Es war auch wirklich schön. Wir tranken danach noch einen exklusiven Kakao für einen dollar, bestaunten und bewunderten einen rocheblumenstrauß (also, falls uns mal ein junge an valentinstag glücklich machen will, wir wollen sowas!) schlenderten noch ein wenig durch die Straßen Sydneys und bahnten uns langsam den weg zurück ins Hostel.
Am nächsten Tag bestaunten wir weitere Qualitäten Sydneys. Natürlich besuchten wir zum gefühlten 48463 mal die Bäckerei (Mensch, man kann einfach nicht dran vorbeigehen ohne nicht doch noch eben was leckeres mit auf die Hand zu nehmen!), die unendlich vielen shoppingmöglichkeiten wurden unter die Lupe genommen und dann! die Musiker der Stadt entdeckt. Besonders einer ist uns ans Herz gewachsen: Alex Gibson heißt der talentierte Mann, da wurde dann auch gleich mal die CD gekauft, solche Leute muss man doch unterstützten! Obwohl uns bei der Musik die Sonne im
Herzen aufging, ließ das Wetter hier in Sydney schon echt zu wünschen übrig. Grau und nass. Naja, immerhin müssen wir nicht frieren und Sonne, Strand und Meer bekommen wir ja ab nächster Woche noch genug ;)
Eben wegen des schlechten Wetters sind wir dann kurzerhand ins Kino und haben uns nachträglich doch noch den valentinstags-Kinofilm mit Alex pettyfer gegönnt. Der weitere Tag war dementsprechend deprimierend :D Aber wie gesagt, wir haben ja uns zum kuscheln! Sonntag sollte dann mal ein bisschen Kultur her! Allerdings sind wir vorher doch erst wieder bei der Bäckerei und dann bei Alex Gibson hängengeblieben. Danach ging's trotz schlechtem Wetter motiviert zum Museum of Contemporary Art und anschließend zu einer weiteren kostenlosen Stadtführung durch die Rocks, das älteste viertel Sydneys. Voller Information und neuem wissen sind wir dann... ins Kino (wir bezahlen dank David nur $10). The fucking Wolf of fucking Wall street stand dieses mal auf dem fucking programm. Mehr braucht man dazu dann auch nicht sagen. Müde ging's in unser chaotisches stinke- Zimmer, schlafen! Heute haben wir ausgecheckt und werden nachher von Chris, unserem zweiten Host beim couchsurfing eingesammelt, um dann für ein paar Tage bei ihm zu wohnen. Chris ist Musiker und spielt in einer Band, unterstützt neue Talente und mixt Elektro- Mukke. Hört sich ganz gut an, finden wir.
Wann wir uns das nächste mal melden wissen wir leider noch nicht, es kann gut sein dass wir bei unserer nächsten Station fiji kein Internet haben ;)
Die letzten Tage in Australien brechen an, diese werden wir noch aus vollen Zügen genießen :)
Catch ya later!
Cheers!


























