Sonntag, 22. Dezember 2013

Cairns

Eine Woche ist rum und wir befinden uns momentan am Mission Beach im absolute backpackers. War das so geplant? Nein, nicht wirklich, aber wer macht auch schon Pläne?
Aber von vorne..am Dienstag waren wir endlichendlich schnorcheln und tauchen. Früh morgens ging's los auf's boot, es sollten zwei Stellen des outer Great Barrier Reefs angefahren werden. Und wie der Name schon sagt, liegt das outer reef eben weiter draußen, heißt?! Es erwartete uns eine ca 1 1/2 stündige bootsfahrt.nein, keine gemütliche, entspannte bootstour, vielmehr ein wilder Wellenritt, denn es war überdurchschnittlich windig. Der erste Spaß verwandelte sich bald in blasse Gesichter und ein echt flaues Gefühl im Magen. Beruhigen konnte uns nur die Gewissheit, dass wir nichts im Magen hatten, was irgendwie auf falschem Wege wieder hätte rauskommen können. Wir fanden uns dann nach 20 Minuten mit 70% der Besatzung und einer Kotztüte an Bord an freier Luft!
Ab da konnte es dann ja nur noch besser.wurde es auch. Die erste Stelle wurde erreicht, wir fanden uns mit den anderen Tauchern zusammen und erhielten ein kurzes Briefing zum tauchen. Anderthalb Stunden später sollte es für uns dann in die Tiefen des Meeres gehen. Wir hatten vorher also noch zeit zu schnorcheln und uns an Deck zu erholen.
Dank dem besagten Wellengang wurde unser erster Schnorchelgang ziemlich erschwert und auch der Umgang mit den Flossen war noch etwas fremd. Wir wurden dann mit einem Ring rausgezogen und bekamen einen ersten Eindruck vom Reef, das leider ziemlich tief lag. Nach 15 Minuten war der Spaß dann auch wieder vorbei und wir machten uns auf den weg zurück zum sicheren Boot und zum lunch! Endlich Essen! Auch wenn unser Bauchgrummeln den Hunger etwas eingrenzte. Egal, schließlich muss man als backpacker alles ausnutzen, was man bekommen kann. Und das Angebot war wirklich nicht von schlechten Eltern: Fleisch, Fisch, Garnelen und fünf verschiedene Salate :) lecker! 
Bald ging es auf zur zweiten Stelle, die wohl die paradiesischste im outer reef sein sollte. Davon konnten wir uns dann bei unserem Tauch-Gang selbst überzeugen. Ein bisschen Angst machte sich breit. Wir wurden "präpariert" und schon waren wir mit unserer 4er Gruppe + Sam (unserem tauchlehrerhero) im Wasser und testeten die Notfälle in geringerer Tiefe aus. Druckausgleich, Wasser in der Brille, Atemgerät verlieren. Die Theorie war leicht, die Praxis war dann auch irgendwann geschafft & es konnte sicher an Sams Händchen in die Tiefe des Meeres gehen! Und was sich uns dort bot war wirklich unglaublich. Bunte Fische verschiedenster arten, wunderschöne korallenformationen und unser Highlight: die Schildkröte, die am Meeresboden relaxte. Während Luci sich alleine auf Erkundungstour begab, zog Greti es vor in sicherer Atmosphäre bei Sam zu bleiben - zum Glück, denn so hatte sie die Möglichkeit die Schildkröte zu streicheln und sogar ein Stück mit ihr zu schwimmen. Einfach traumhaft :)
Zusammengefasst war die Tour also ein voller Erfolg! Wir waren dann trotzdem sehr erleichtert, als wir wieder sicheren, festen Boden unter unseren Füßen hatten. Ziemlich erschöpft ging es zurück ins Hostel, Sachen packen. Wir mussten schließlich am nächsten morgen wieder früh raus, um unsere zwei Tages Tour zum Cape Tribulation anzutreten. Enthalten war ein kurzer Stop im Port Douglas (er reichte für einen Besuch bei coles und einen schnellen cafe!), mossman gorge (eine Regenwaldtour) und letztendlich unsere Ankunft im tiefsten Regenwald beim Cape Tribulation! Wir zogen in unsere kleine Hütte und erkundeten den Strand bevor es schlagartig anfing zu regnen. Aus einem kurzen Päuschen wurde dann eine frühe Nacht!
Eine Nacht, die von einem kleinen Besucher in unserem Zimmer unterbrochen wurde. Luca hörte nämlich ein eigenartiges Rascheln neben ihr in Bodennähe und malte sich die schlimmsten Szenarien aus. Schlange?Leguan? Ein tropischer Riesenfrosch? Schnell zu Greti ins Bett, von dort konnte die Lage dann besser inspiziert werden. Eine Maus, eine große Maus hatte sich zu uns ins Zimmer geschlichen. Das essen sollte man vielleicht wirklich besser in der Küche aufbewahren. Der Maus hat's geschmeckt! Ansonsten kam es uns vor, als hätten sich alle Tiere des Regenwaldes vor unserem Zimmer versammelt um ein Konzert zu veranstalten.. Ihr könnt euch nicht vorstellen wie laut es war. 
Am nächsten morgen beschlossen wir unsere letzte zeit zu nutzen um zum Waterhole zu laufen und ein bisschen zu baden. Schließlich geht das hier im Meer, dank der Krokodile, nicht! Man braucht wohl so eine Stunde zu Fuß dorthin, wir hatten eh nichts anderes zu tun. Es wurde schwül, wir freuten uns also wirklich auf die Erfrischung die am Ende der Wanderung auf uns warten sollte. Wir kamen am creek an, doch wo war das Waterhole? Flussabwärts wohl kaum, immerhin fanden wir dort ein schild, welches vor Krokodilen warnte. 
Nun gut, wir liefen einfach mal den creek entlang, irgendwo musste es ja zu finden sein. Direkt ans Ufer trauten wir uns allerdings nicht, dort trafen sich nämlich die Krokodile zur Paarung. Dabei wollten wir natürlich ungern stören! Nach einer dreiviertelstündigen Buschtour auf eigener Faust traten wir etwas enttäuscht den Rückweg an. Nun gut, so haben wir wenigstens den Regenwald nochmal von nahem und vorallem nicht im Tropenhaus gesehen :)
Als wir wieder im Resort ankamen, stand dort auch schon der Bus, in dem wir den Rest des Tages verbringen durften. Auf dem Rückweg haben wir noch auf dem Daintree River einen Wildlife Cruise gemacht und konnten neben flying Foxes sogar wirklich Krokodile erspähen. Abenteuerlich!
Wieder in cairns angekommen, checkten wir erneut im flying monkey ein. Lustig, wenn man denkt man bezieht ein female 4 bedroom, und man von grasgeruch und männerkleidung empfangen wird.naja, wir sind ja flexibel! Freitag haben wir unseren letzten Tag in cairns an der Lagune verbracht und sind abends im gilligans feiern gewesen. Da haben wir dann sogar erfreulicherweise den lustigen Franzosen mit dem so gar nicht französischen Namen "Brian" wiedergetroffen.
Die Nacht war kurz, denn unser Bus zum Mission Beach fuhr um 7:45 & aus Angst ihn zu verpassen, waren wir sogar schon um 7:30 da! Die Pünktlichkeit der deutschen. 
In Mission Beach angekommen, stellten wir fest, wie planlos wir doch eigentlich waren. Ein Chai Latte später entdeckten wir glücklicherweise einen einkaufswagen, der uns wenigstens das Gewicht unserer Rucksäcke abnehmen konnte. Unser neuer wegbegleiter :) der weg zum Strand war weiter als gedacht und ein wirkliches Plätzchen zum Zelten gab es zwischen den ganzen sterneapartments auch nicht. Das alles war mehr als frustrierend, wenn man bedenkt wie wenig Schlaf wir doch hatten und uns noch nicht mal handyempfang/ Internet vergönnt war. Wir also ins internetcafe, mit dem Ergebnis dass wir dann wohl doch lieber die Nacht im hostel verbringen. Und hier liegen wir jetzt, zu zweit in einem zehner Zimmer (doch noch ein wenig Luxus heute), müde. Morgen werden wir von zwei Freunden abgeholt, bei denen wir drei Tage über Weihnachten auf einer organic Farm verbringen werden. 
Wir wünschen euch ein schönes Fest, auch wenn wir von unserer Seite hoffen, dass es schnell vorbeigeht und nicht ganz so schmerzhaft für uns ausfällt.

Bye bye!


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